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Rolf Rappaz, Willy Eidenbenz und Hans Aeschbach –

die Biografien von drei Grafiker-Künstler

 

Betrachtet man die Geschichte der Gestaltungsausbildung in der Schweiz im letzten Jahrhundert, so stellt man fest, dass mit Ausnahme der École des Beaux-Arts Genève in Genf kein Kunstunterricht stattgefunden hat. Die meisten in der Schweiz ausgebildeten Künstler wie Augusto Giacometti haben eine Ausbildung als Zeichenlehrer oder Grafiker absolviert. Aus den Generationen seit den 1920er Jahren ist eine grosse Anzahl von Grafikern hervorgegangen, die sowohl als kommerzielle Grafiker als auch als Künstler erfolgreich gearbeitet haben.

 

Rappaz (1914–1996), Willy Eidenbenz (1909–1998) und Hans Aeschbach (1911–1999) sind drei Vertreter dieser Generation, die sich sowohl in der angewandten Grafik als auch in der freien Kunst erfolgreich bewährt haben. Sie absolvierten ihre Ausbildung etwa zur gleichen Zeit. Eidenbenz und Aeschbach absolvierten diese in Zürich bei Ernst Keller, Rappaz in Basel. Während Eidenbenz nach Deutschland (Magdeburg und Berlin) ging, bildeten sich Rappaz und Aeschbach gleichzeitig in Paris an der Académie de la Grande Chaumière weiter. Rappaz und Aeschbach waren beide auch Lehrer, und zwar an der Allgemeinen Gewerbeschule Basel sowie an der Kunstgewerbeschule Zürich. Alle drei verbindet ihre erfolgreiche Karriere als Plakatgestalter und ihr Engagement in der freien Kunst. In diesem Sinne stehen sie beispielhaft für eine Gestaltergeneration, die wesentlich zum Ansehen der Schweizer Grafik beigetragen hat.

 

Diese Ausstellung zeigt den Facettenreichtum des Lebens und der Kunst von Hans Aeschbach, Willi Eidenbenz und Rolf Rappaz im Spiegel der Zeit des 20. Jahrhunderts. Im Fokus stehen die Entstehung und Entwicklung der Schweizer Grafik (Swiss Style) sowie ihre gesellschaftlichen und historischen Aspekte, die als komplexes Zusammenspiel von Wirtschaft, Kunst und Politik erläutert werden. Die chronologische Erzählweise bildet den Rahmen der Ausstellung und macht die biografische Dokumentation der drei Grafiker und Künstler nachvollziehbar. Neben den vollendeten Werken, darunter Plakate und Gemälde, werden dokumentarische Momentaufnahmen, Entwürfe, Materialien und Studien zu späteren Werken sowie Texte die Ausstellung begleiten und das Publikum zum Nachdenken über den theoretischen und praktischen Hintergrund des grafischen und künstlerischen Schaffens anregen.

 

Konzept und Umsetzung: Yujin Kim, Armin Vogt und Peter Vetter

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© 2025, Peter Vetter, Almastrasse 6, 8708 Männedorf (Switzerland)

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